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Wie besoo entstanden ist und wo es hingehen soll

Wie besoo entstanden ist und wo es hingehen soll

besoo ist nicht in einem schicken Büro mit Kickertisch entstanden. Sondern bei uns zu Hause, abends ab acht, wenn die Kinder schlafen. Im ersten Artikel hier im Blog möchte ich dir erzählen, wie es dazu kam, was dabei schiefging und was ich mit besoo vorhabe.

Unser Ferienhaus, 500 Kilometer entfernt

2019 hat meine Frau ein Ferienhaus gekauft. Möglich gemacht hat das auch ein kleines Erbe von ihrem Großvater, und ich glaube, er hätte sich darüber gefreut. Nach der Renovierung kamen 2020 die ersten Gäste. Ja, genau: mitten in Corona. Wir hatten uns den Start auch anders vorgestellt.

Im Erdgeschoss liegen zwei Ferienwohnungen, die man einzeln oder zusammen buchen kann. Im ersten Stock wohnt unser Verwalter, und darüber sind wir sehr froh. Denn wir selbst wohnen gut 500 Kilometer entfernt. Alles, was keinen Schlüssel und keinen Schraubenzieher braucht, machen wir also per Mail, Telefon und Laptop.

Lange hat sich meine Frau um so gut wie alles gekümmert. Ich bin bei uns der, der mit Computern mehr anfangen kann. Also habe ich irgendwann angefangen, ihr mit kleinen Automatisierungen ein bisschen Arbeit abzunehmen. Dass daraus mal besoo wird, hatte ich damals nicht auf dem Zettel.

Die Abende am Laptop

Eine Software für die Vermietung hatten wir. Sie lief auch. Aber an den Stellen, die im Alltag zählen, war vieles Handarbeit.

Mein Lieblingsärgernis war der Kalender. Er zeigte immer nur zwei Wochen. Wer wissen wollte, ob im August noch etwas frei ist, klickte sich Pfeil für Pfeil dorthin, und jedes Mal wurde neu geladen. Mal eben über die Saison schauen? Keine Chance.

Noch mehr genervt haben mich die Angebote. Zusatzgebühren und Rabatte ließen sich nicht hinterlegen. Also habe ich jeden Preis selbst ausgerechnet, Posten von Hand ergänzt und am Ende alles noch einmal nachgerechnet. Ein Angebot hat so zehn bis fünfzehn Minuten gedauert. Am Handy ging es gar nicht. Kam mittags eine Anfrage, musste sie bis abends warten, bis ich am Laptop saß.

Und dann die vielen kleinen Fragen: Wer hat die Anzahlung schon überwiesen? Welches Angebot ist noch offen, welche Rechnung schon raus? Wenn ich ehrlich bin, waren das zwei bis drei Stunden pro Woche. In der Hauptsaison mehr.

Die Anzahlung, die nie kam

Ein Fall hat mich richtig geärgert. Wir hatten eine Buchung in den Sommerferien, also genau in den Wochen, auf die es bei einem Ferienhaus ankommt. Die Anzahlung kam nie, und wir haben es nicht gemerkt. Aufgefallen ist es erst, als der Gast nicht anreiste. So kurzfristig hat die Wohnung natürlich niemand mehr gebucht.

Das hat uns mehrere tausend Euro gekostet. Für ein einzelnes Ferienhaus ist das eine Menge Geld. Seitdem steht für mich fest: „Wer hat schon bezahlt?“ darf keine Frage sein, für die man sich abends durchs Online-Banking klicken muss.

Vom Bastelprojekt zum eigenen Produkt

Ich habe Informatik studiert und programmiere, seit ich zwölf bin. Damals noch deutlich schlechter als heute, zum Glück. Beruflich bin ich Projektmanager in einem großen Handelskonzern. Programmiert habe ich nebenher trotzdem immer, einfach weil es mir Spaß macht.

Aus den kleinen Automatisierungen wurde nach und nach ein eigenes Programm. Das Erste, was mir wirklich Arbeit abgenommen hat, waren Angebote und Rechnungen. Saisonpreise, Endreinigung, Zusatzgebühren und Rabatte stehen einmal in besoo, und das Angebot ist mit einem Klick fertig. Auch am Handy, auf dem Spielplatz oder in der Mittagspause. Danach kamen die Antwortentwürfe für Gastmails. Gäste fragen oft dasselbe, und eine KI schreibt dafür einen ziemlich guten Entwurf, wenn sie die richtigen Infos hat. Lesen und abschicken tun wir trotzdem selbst.

Irgendwann war klar: Das ist mehr als ein Werkzeug für uns. Und ehrlich gesagt ist es schon lange mein Traum, mich selbstständig zu machen. Also habe ich meine Stelle auf 80 Prozent reduziert. Seitdem gehört der Montag besoo, und an den anderen Tagen die Abende, wenn die Kinder im Bett sind. Meine produktivste Uhrzeit ist übrigens 23 Uhr. Das sagt einiges, ich weiß. Mit modernen Werkzeugen kann man heute sehr effizient entwickeln, sonst wäre das neben Job und Familie nicht zu schaffen.

Es fühlt sich komplett anders an, etwas Eigenes zu bauen. Da setzt man sich auch im Urlaub noch mal hin, weil man unbedingt wissen will, ob die Idee von gestern Abend funktioniert.

Was schwieriger war als gedacht

Das Programmieren war ehrlich gesagt nicht das Schwierigste. Schwieriger waren die Partner im Hintergrund. Damit besoo Buchungen von Booking.com, Vrbo und Co. bekommt, braucht es einen Dienst, der mit all diesen Portalen verbunden ist.

Meine erste Anbindung an so einen Dienst war fertig gebaut, getestet und sogar zertifiziert. Und dann stellte sich heraus: Ausgerechnet die Tourismusorganisation, die wir für unser eigenes Haus dringend brauchen, gab es dort nicht. Also habe ich das Ganze in die Tonne geworfen und mit einem anderen Partner von vorn angefangen. Das hat wehgetan.

Bei anderen Schnittstellen, zum Beispiel für die digitale Übermittlung von Meldescheinen, verlangen manche Anbieter hohe Einrichtungsgebühren und lassen einen wochenlang auf einen Testzugang warten. Deshalb dauern manche Dinge bei besoo länger, als mir lieb ist.

Warum besoo besoo heißt

besoo steht für „beautiful software organization“. Mit „beautiful“ meine ich nicht hübsche Farben. Ich meine Software, die man versteht, ohne ein Handbuch zu lesen. Software, mit der auch jemand gut klarkommt, der nicht gerne am Computer sitzt.

Wenn ich überlege, für wen ich das baue, habe ich ziemlich konkrete Gesichter vor Augen: die Vermieter, die wir vor Ort kennen. Wir wissen recht genau, wie sie arbeiten. Mit Kalender, Excel, Word und vielen Mails. Das machen sie gut, aber es kostet sie viel Zeit. Für genau diese Leute soll besoo da sein.

Was ich mir vorgenommen habe

Abbilden, wie Ferienvermietung in Deutschland wirklich läuft. Die Anfrage kommt per Mail, die Anzahlung per Überweisung, Stammgäste kommen jedes Jahr wieder, und am Anreisetag braucht es einen Meldeschein. besoo soll genau diesen Alltag leichter machen.

Einfach vor umfangreich. Du musst nicht alles auf einmal nutzen. Fang mit dem Belegungsplan an und nimm Booking.com, Rechnungen oder deine Website dazu, wenn du so weit bist.

Du bist nicht allein. Wir richten besoo zusammen im Videocall ein, und danach bin ich für deine Fragen da.

Ein Preis, den man versteht. Ein fester Betrag je Wohnung. Nie ein Anteil an deinen Buchungen, und alle Funktionen sind dabei.

Unabhängig. Hinter besoo steht kein Konzern und kein Buchungsportal, sondern eine Vermieterfamilie.

Deine Daten bleiben in Deutschland. besoo läuft auf Servern in Deutschland, und die KI arbeitet erst, wenn du sie einschaltest.

Und jetzt?

Unser eigenes Haus läuft mit besoo, und die Verwaltung ist nicht mehr viel Arbeit. Gleichzeitig ist besoo noch jung, und das hat für dich einen Vorteil: Die Wege sind kurz. Wenn dir etwas fehlt oder du eine gute Idee hast, landet sie nicht in einer langen Warteschlange, sondern bei mir. Und die Chancen stehen gut, dass sie es in besoo schafft.

Hier im Blog erscheinen ab November montags und donnerstags neue Artikel, mit Anleitungen und Vorlagen für den Vermieteralltag. Ein Teil davon ist ausdrücklich für alle, die mit Excel, Kalender und Mailpostfach arbeiten und das auch gern weiter tun.

Wenn du besoo mit deinem eigenen Haus ausprobieren möchtest: Die Testphase dauert 30 Tage und braucht keine Zahlungsdaten. Passt es nicht, läuft sie einfach aus. Lieber erst mal sehen, wie das aussieht? Dann vereinbare einen Demo-Termin. Und wenn du Fragen oder Ideen hast, schreib mir. Ich freue mich drüber.

Benedikt

Weniger Handarbeit beim Vermieten?

besoo bündelt Buchungen von Booking.com, Vrbo, Holidu & Co. und deiner eigenen Website, verschickt Gastnachrichten automatisch und zeigt, wer bezahlt hat. 30 Tage kostenlos, ohne Zahlungsdaten.

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